Forschung Produktions- und Holztechnik

Forschungsleistungen des Fachbereichs Produktions- und Holztechnik erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette eines Industrieunternehmens – von der Marktforschung über die Entwicklung, Konstruktion, Beschaffung, Arbeitsvorbereitung, Fertigung, Logistik bis zum Vertrieb, um nur einige Forschungsbereiche zu nennen.

Themenfelder: Produktionstechnik, Holztechnik und Wirtschaftsingenieurwesen.

Kooperation mit Unternehmen

Für Unternehmen besteht die Möglichkeit, öffentlich geförderte Forschungsprojekte gemeinsam mit der Hochschule durchzuführen oder solche Projekte direkt zu beauftragen. Nutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten mit den einzelnen Laboren unseres Fachbereichs. Sollten Sie über die Labore keinen passenden Ansprechpartner in unserem Hause finden, so helfen Ihnen gerne die Abteilung Forschung & Transfer unserer Hochschule oder das Dekanat (Tel. +49 5261 702 5526) weiter.

ProErgo – Ergonomische Gestaltung von Produktionsmaschinen

Im Forschungsschwerpunkt ProErgo - "Ergonomie und Industrial Engineering" – besteht das Ziel, gemeinsam mit Industriebetrieben sozio-technische Systeme, die auch als Arbeitssysteme bezeichnet werden, unter ergonomischen und wirtschaftlichen Kriterien und unter Berücksichtigung neuer technologischer Entwicklungen zu gestalten. Weitere Informationen über die Inhalte und der beteiligten Projektpartner finden Sie unter:

www.proergo-owl.de

Direkte Digitale Fertigung im Kontext Industrie 4.0 (DiMan)

Die Direkte Digitale Fertigung im Kontext Industrie 4.0 ist ein vom Land NRW geförderter Forschungsschwerpunkt am Campus Lemgo.
Das übergeordnete Ziel ist die Realisierung der physischen und virtuellen Durchgängigkeit des gesamten Produktentstehungsprozesses von der Definition der Anforderungen über den Prototypenbau bis hin zur Fertigung. Dabei werden gleichermaßen unterschiedliche innovative Fertigungstechnologien und neue Konzepte der Mensch-Maschine-Interaktion einbezogen. Weitere Informationen zu diesem Forschungsschwerpunkt finden Sie unter:

www.th-owl.de/diman

FeDiNAR - Entwicklung und Evaluation eines AR-gestützten Lernsystems

Das Ziel des Verbundprojektes FeDiNAR ist die Entwicklung und Evaluation eines AR-gestützten Lernsystems mit zugehörigen Lernszenarien, um von einem Lernenden „gemachte“ Fehler möglichst effizient für den individuellen Kompetenzerwerb zu nutzen. Mit dem FeDiNAR-System können Lernende mit konkreten Aufgaben in Lernszenarien konfrontiert werden, für die Entscheidungen zu treffen, Handlungen auszuführen und Ergebnisse zu bewerten sind. Lernende stehen hierbei an der realen Maschine und können mit dieser direkt interagieren. Ein Teil der Handlungen (und deren Auswirkungen) erfolgt allerdings ausschließlich in der virtuellen Welt (mittels eines Digitalen Zwillings), sodass z.B. ein auf der Fräsmaschine vergessener Schraubenschlüssel nur virtuell durch die Werkstatt fliegt und dies den Lernenden mittels AR visualisiert wird.

Partner:

  • Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen University
  • Institut für Mensch-Maschine-Interaktion der RWTH Aachen University
  • oculavis GmbH
  • QualiTec GmbH

Fördergeber und Förderkennzeichen:

Das Projekt FeDiNAR (FKZ: 01PV18005C) wird gefördert im Rahmen des Förderprogramms Digitale Medien in der beruflichen Bildung - Forschungsprojekte zur Virtuellen und Erweiterten Realität (VR/AR) in der beruflichen Bildung (VRARBB) betreut durch den Projektträger DLR.

»Montexas4.0« Exzellente Montage im Kontext der Industrie 4.0 – wirtschaftlich und kompetenzförderlich

Im Projekt »Montexas4.0« werden innovative Formen der assistenzgestützten Montagearbeit erforscht, entwickelt und erprobt. Dabei werden Produktivität und Kompetenzförderlichkeit gleichermaßen berücksichtigt. Im Ergebnis wird ein Beitrag zur Sicherung von Produktionsarbeit am Standort Deutschland geleistet. Weitere Informationen über die Inhalte und beteiligte Projektpartner finden Sie unter:

www.montexas40.de

Arbeit 4.0 - Bedarfsanalyse und Ableitung von Unterstützungsangeboten für Unternehmen der produzierenden Industrie zur Gestaltung des digitalen Wandels der Arbeitswelt (AWARE)

Ziel des it´s owl-Verbundprojektes AWARE ist es, die Potenziale der Digitalisierung für die Arbeitswelt humangerecht und mehrwertstiftend auszugestalten. Das Projekt berücksichtigt dabei personelle, organisatorische und technische Aspekte. Seitens des Labors für Industrial Engineering wird ein Pilotprojekt bearbeitet. Ziel des Pilotprojektes ist es, zukünftige Führungstätigkeiten sowie Formen digitaler Führung zu identifizieren und bedarfsangepasste Transferinstrumente zu entwickeln. Im Ergebnis steht ein Praxisleitfaden, der Maßnahmen zur Qualifizierung, technischen Unterstützung und Organisationsentwicklung in Bezug auf Führungstätigkeiten im Kontext der Digitalisierung beschreibt.

Synergistische Nutzung von Ölpalmenholz für die Herstellung von verdichtetem Fasermaterial und Nutzung der Reststoffe für die nachhaltige Produktion von Chemikalien durch die Fermentation der Kohlenhydrate (Oilpalmsugar)

Ölpalmenplantagen (Elais guineensis JACQ.) werden aufgrund der sinkenden Ausbeute an Palmöl nach etwa 25 Jahren neu gepflanzt. Bei derzeit weltweit 20 Mio. ha produktiver Plantagenfläche werden 0,8 Mio. ha jährlich erneuert, dabei fallen jährlich 100 bis 120 Mio. Stämme mit 150 bis 180 Mio. m³ Volumen an. Bisherige Forschungsarbeiten haben das große wirtschaftliche Potenzial von Ölpalmenholz gezeigt und Produktionsanlagen für erste technisch relativ einfache Produkte sind aktuell in Planung. Jedoch sind mit der vergleichsweise geringen Dichte des Ölpalmenholzes auch geringe elastomechanische Eigenschaften verbunden und es kommt aufgrund der Materialstruktur zu Qualitätsbeeinträchtigungen während der Be- und Verarbeitung. Daher ist das bisher mögliche Produkt- und Produktionsspektrum eingeschränkt (im wesentlichen Mittellagen von Platten); die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten werden bei weitem nicht ausgeschöpft. Aufgrund der geringen Dichte und des sehr hohen Feuchtegehaltes in den oberen Stammbereichen ist bislang nur die Nutzung der unteren 5 bis 6 m des bis 12 m langen Stammes geplant, was die potenzielle Materialausbeute stark mindert. Um technische Eigenschaften, Ausbeute und Wertschöpfung zu verbessern, sollen im Rahmen des vorliegenden Projektes (1a) die Eigenschaften des überwiegend leichten Materials durch Verdichtung des nassen (und ggf. trockenen Fasermaterials) verbessert werden, (1b) der Produktionsprozess durch Presstrocknung verbessert werden (v. a. kostengünstigere und qualitativ bessere technische Trocknung, verringerte Hygroskopizität, geringere Schimmelgefahr durch geringeren Zuckergehalt der Endprodukte), (2a) der Zucker aus dem Presssaft nutzbar gemacht werden und (2b) die Reststoffe (von der Plantage und aus dem Verarbeitungsprozess) in biochemischen Prozessen verwertet werden.

  • Das Projekt Oilpalmsugar (FKZ: 031B0767A) wird gefördert im Rahmen des Förderprogramms Bioökonomie International 2017 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
  • Laufzeit: 01.05.2019 – 30.04.2022
  • Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt des Fachbereichs Produktions- und Holztechnik (Arbeitspakete 1a + 1b) und des Fachbereichs Life Science Technologies (Arbeitspakete 2a + 2b)
  • Ansprechpartner: Arbeitspakete 1a + 1b und Gesamtprojektleitung: Prof.´in Katja Frühwald-König (Fachbereich Produktions- und Holztechnik), Arbeitspakete 2a + 2b: Prof. Dr. Jürgen Rabenhorst (Fachbereich Life Science Technologies)
3D-MC2B - 3D-Metalcore-LDS-Circuit-Board: 3D-Leiterkartenaufbau mittels Poly-merbeschichtungen von Metallsubstraten und Laser-Direkt-Strukturierung für kompakte leistungselektronische Applikationen

Im Projekt „3D-MC2B“ werden individuell gestaltbare Schaltungsträger und die daraus resultierenden Möglichkeiten, hochintegrative Elektronik in komplexe und geringe Bauräume zu platzieren, untersucht. Der innovative Ansatz ist die Verwendung pulverbeschichteter Metallgrundkörper, welche im Vergleich zu den bisherigen durch Spritzguss geformten Kunststoffen unter anderem erheblich bessere thermische Eigenschaften hinsichtlich Wärmemanagement aufweisen. Weitere Informationen finden Sie unter:

www.th-owl.de/produktion/llaf

RESSIAR-MID - Requirements for Smart Sensor Systems for IoT-Applications in Retrofit Equipment using Spatial Integration-Technologies

Mit dem Ziel Retrofit-Sensorsysteme räumlich in Maschinen und Anlagen zu integrieren, werden im Projekt „RESSIAR-MID“ neuartige MID-Prozesstechnologien untersucht und weiterentwickelt. Zum Einsatz kommt hierbei unter anderem die Laser-Direkt-Strukturierung von additiv gefertigten Kunststoffbauteilen, da hiermit individuelle Sensorsysteme bereits in kleinen Losgrößen erzeugt werden können. Weitere Informationen finden Sie unter: 

www.th-owl.de/produktion/llaf