Technsiche Hochschule Ostwestfalen-Lippe

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Projekte und Veranstaltungen


Fachtagung "Exzellente Montage im Kontext der Digitalisierung" am 25.09.2019 in Lemgo

Beschäftigte in der Varianten- oder Mehrproduktmontage leisten einen zunehmenden Anteil informatorischer Arbeit. Mit Montageassistenzsystemen wird das Ziel verfolgt, den Beschäftigten die richtigen Informationen zur richtigen Zeit in der gewünschten Form bereitzustellen. Am 25. September werden im Rahmen einer Fachtagung in Lemgo Ergebnisse aus Forschung und Praxis rund um das Thema des Einsatzes von Assistenzsystemen in der manuellen Montage vermittelt. Veranstalter sind das Labor für Industrial Engineering der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und das Institut für Psychologie der Universität Greifswald, die zusammen mit den Unternehmen Homag Kantentechnik und Spier Fahrzeugwerk das öffentlich geförderte Projekt Montexas4.0 durchführen. Mitveranstalter sind die Industrie- und Handelskammern Lippe zu Detmold und Ostwestfalen zu Bielefeld sowie das Forschungsprojekt TransWork. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Informationen zum Programm und zur Anmeldung 

Fehler didaktisch nutzbar machen mit AR (FeDiNAR) | Lernwirksame Einbindung von Fehlern in beruflichen AR-gestützten Lernprozessen - Laufzeit: 01.02.2019 - 31.01.2022 -

Das Verbundprojekt FeDiNAR basiert auf dem empirisch nachgewiesenen Sachverhalt, dass Fehler eine äußerst effektive Lerngelegenheit darstellen. Zurzeit fehlt es aber an didaktischen Konzepten für Lernende und Lehrende in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung industrieller und handwerklicher Berufe, die Fehler in realen Arbeitssituationen lernwirksam nutzen. Durch die Integration von bestehenden AR-, Cloud-, Simulationsmethoden zu einem neuartigen Lernsystem kann der Lernende mit konkreten Aufgaben in den Lernszenarien konfrontiert werden, für die Entscheidungen zu treffen, Handlungen auszuführen und Ergebnisse zu bewerten sind. So steht der Lernende an der realen Maschine oder in einer AR-Umgebung und kann mit dieser direkt interagieren. In der letzten Phase des Lernprozesses erfolgt eine Reflexion des Lernprozesses durch Lernende und Lehrende, in dem die gesamte Handlung basierend auf den Zuständen des Digitalen Zwillings nachvollzogen wird, um potentielle Fehler lernwirksam zu nutzen. 

Lernendes Netzwerk: „Von der Prozessoptimierung zu Industrie 4.0“
- Laufzeit 01.01.2019 -31.12.2020 -

Zur weiteren Stärkung des Forschungs- und Innovationsstandorts Lippe und damit des Wirtschaftsstandorts Lippe insgesamt startete am 13. September 2018 das lernende Netzwerk: “Von der Prozessoptimierung zu Industrie 4.0“. In Kooperation mit der Industrie und Handelskammer Lippe zu Detmold und Ostwestfalen zu Bielefeld, der Hochschule OWL und der SmartFactoryOWL werden sieben mittelständische Unternehmen aus Ostwestfalen-Lippe auf ihrem individuellen Weg zu Industrie 4.0 betreut und begleitet. Im Rahmen dieses Netzwerks wird die Zusammenarbeit und damit der Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis in der Wirtschaftsregion Ostwestfalen-Lippe weiter intensiviert. Im Netzwerk engagierte, mittelständische Unternehmen haben die Möglichkeit, mit den Experten der Hochschule Ostwestfalen Lippe, des Instituts für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung (IWT), des Instituts Industrial IT (InIT), der SmartFactoryOWL und des Fraunhofers IOSB-INA ein nachhaltiges Konzept für ihr Unternehmen auf dem Weg zu Industrie 4.0  zu entwickeln und umzusetzen. Das Netzwerk läuft zunächst über einen Zeitraum von 24 Monaten. Pro Jahr finden vier moderierte ganztägige Netzwerktreffen in den Unternehmen des Netzwerks bzw. bei den Kooperationspartnern statt. Dabei bestimmen die Unternehmen, welche Themenschwerpunkte Sie im Netzwerk behandeln möchten.

Arbeit 4.0 - Bedarfsanalyse und Ableitung von Unterstützungsangeboten für Unternehmen der produzierenden Industrie zur Gestaltung des digitalen Wandels der Arbeitswelt (AWARE) 
- Laufzeit: 01.12.2018 - 30.11.2020 -

Ziel des MWIDE-Verbundprojektes AWARE ist es, die Potenziale der Digitalisierung für die Arbeitswelt humangerecht und mehrwertstiftend auszugestalten. Das Projekt berücksichtigt dabei personelle, organisatorische und technische Aspekte. Seitens des Labors für Industrial Engineering wird ein Pilotprojekt bei der Lenze SE bearbeitet. Ziel des Pilotprojektes ist es, zukünftige Führungstätigkeiten sowie Formen digitaler Führung zu identifizieren und bedarfsangepasste Transferinstrumente zu entwickeln. Im Ergebnis steht ein Praxisleitfaden, der Maßnahmen zur Qualifizierung, technischen Unterstützung und Organisationsentwicklung in Bezug auf Führungstätigkeiten im Kontext der Digitalisierung beschreibt.

Exzellente Montage im Kontext der Industrie 4.0 - wirtschaftlich und kompetenzförderlich (Montexas4.0) - Laufzeit: 01.04.2017 - 31.03.2020 -

Das vom BMBF geförderte Verbundprojekt Montexas4.0 hat das Ziel, neue Formen der assistenzgestützten Montagearbeit zu erforschen, prototypisch umzusetzen und zu erproben. Ferner wird aufgezeigt, welche produktivitäts- und kompetenzförderlichen Potenziale informatorische Montageassistenzsysteme bieten. Im Ergebnis steht ein Praxisleitfaden, der insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Auswahl, Konfiguration und Nutzung dieser Systeme unterstützt. Erreicht werden die Projektziele durch ein beteiligungsorientiertes Vorgehen, indem Theorie und Praxis sich anwendungsorientiert miteinander verzahnen. Dazu zählt die experimentelle Erprobung von Demonstratoren im Labor sowie die Umsetzung und Evaluation in echten betrieblichen Montagebereichen. Mit der Einbeziehung von Fabrikausrüstern und Produktionsunternehmen wird ein breiter Transfer der Ergebnisse in die betriebliche Realität gewährleistet.

Weitere Informationen: https://www.hs-owl.de/montexas40

Projekt Arbeit4.0 im Rahmen des Spitzenclusters it´s owl, 31. Dezember 2017 - abgeschlossen -

Ziel des Verbundprojektes Arbeit4.0 war es, die Potenziale der Digitalisierung für die Arbeitswelt zu identifizieren und unter humanen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten prototypisch umzusetzen und zu erproben. Im Rahmen des Pilotprojektes bei Miele wurde unter Anderem ein Leitfaden zur Einführung von Assistenzsystemen in der Montage entwickelt. Kernelement des Leitfadens ist ein ausführlich beschriebener Gestaltungs- und Einführungsprozess für Montageassistenzsysteme. Dieser wurde auf Basis einer Literaturauswertung, über Interviews und einer Reihe von Workshops entwickelt. Der Prozess umfasst sechs Phasen – von der Analyse der Ausgangssituation bis zum Einsetzen des umgesetzten Assistenzsystems. Zu den einzelnen Phasen werden Gestaltungsaufgaben und Erfolgsfaktoren beschrieben. Zudem werden über einen „Infokasten der Betriebsparteien“ mitbestimmungsrelevante Themen aufgegriffen. Der im Jahr 2017 entwickelte Leitfaden steht im Publikationsverzeichnis des Labors für Industrial Engineering zum Herunterladen bereit: https://www.hs-owl.de/fb7/laboratorien/industrial-engineering/veroeffentlichungen.html

Fachdialog ProErgo, 05. Dezember 2017 - abgeschlossen -

Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft kamen auf den Campus der Hochschule OWL zu einer Veranstaltungsreihe des Forschungsschwerpunktes ProErgo zusammen, um sich zu Fragen rund um Ergonomie und Arbeitsgestaltung im Kontext technologischer Veränderungen auszutauschen. Die Veranstaltungsreihe bestand aus drei Einzelveranstaltungen am 07.11., 21.11. und 05.12.2017 mit je drei Fachvorträgen zum Themenschwerpunkt der ergonomischen Gestaltung von Produktionsmaschinen und Arbeitsprozessen. Die Veranstaltungsreihe wurde gemeinsam mit dem Branchenverband OWL Maschinenbau e. V. durchgeführt. Programm

 

 

Ergonomische, wandlungsfähige und wirtschaftliche Gestaltung eines Rundtakttischs,
01. Februar 2017
 - abgeschlossen -

Am Standort eines Herstellers von Lichttechnik werden Leuchten – zu einem hohen Anteil manuell – nach dem Prinzip der stückweisen Montage montiert. Die Struktur einzelner Produkte sowie die Auftragslosgrößen führen zu der Hypothese, dass mit der Einführung der satzweisen Montage die Arbeitsproduktivität in ausgewählten Arbeitssystemen gesteigert werden kann. Bei einem Hersteller von Regelarmaturen werden Produkte überwiegend nach dem Prinzip der stückweisen Montage, aber auch an einem Rundtakttisch (Prinzip der satzweisen Montage) montiert. In dem Unternehmen besteht das Problem, dass der Rundtakttisch auf ein Produkt ausgelegt ist und nicht ohne Weiteres auf andere Produkte umgerüstet werden kann. Ziel des Projektes war es, den Montageprozess für jeweils ein Produkt des Unternehmens für Regelarmaturen und des Unternehmens für Lichttechnik auf dem Rundtakttisch der SmartFactoryOWL unter Aspekten der Ergonomie, Wandlungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit zu gestalten. In Bezug auf beide Produkte war explizit ein Vergleich zwischen dem Montageprozess in der Ausgangssituation beider Unternehmen sowie dem neu gestalteten Prozess in der SmartFactoryOWL vorzunehmen, um die Wirksamkeit der Änderungen aufzeigen zu können.

Erforschung und Entwicklung kooperativer Multitouch-Interaktionen im digitalen Boardroom,
15. Dezember 2016
- abgeschlossen -

In Kooperation mit einem Unternehmen für Business Solutions und einem Hersteller für elektrische Verbindungstechnik wurde ein innovativer Ansatz für einen digitalen Boardroom entwickelt. Dieser erweitert herkömmliche Business Intelligence (BI)-Lösungen um neuartige Interaktions- und Visualisierungstechniken, welche in einen Konferenzraum oder eine Multi-Monitor-Umgebung integriert werden und betriebswirtschaftlich relevante oder produktionsorientierte Daten in Echtzeit zur Verfügung stellen. Das Thema digitaler Boardroom ist aktuell in der Diskussion bei großen BI-Herstellern, wie beispielsweise der SAP® SE. Allerdings konzentrieren sich diese BI-Lösungen auf die Datenanalyse in Echtzeit (z. B. SAP HANA® Analytics) und nicht auf eine synchrone, kooperative Multitouch-Interaktion der Benutzerinnen und Benutzer. Der in diesem Projekt entstandene Demonstrator für einen digitalen Boardroom ermöglicht es insbesondere, mit den visualisierten Daten kooperativ und simultan zu interagieren, um diese zu annotieren und zu diskutieren und letztlich ein gemeinsames Verständnis der Beteiligten aufzubauen.

Entwicklung eines Prototypen für ein projektionsgestütztes Assistenzsystem mit Sprach- und Gestensteuerung, 31. August 2016 - abgeschlossen - 

Im Rahmen einer durchgeführten Abschlussarbeit und sich anschließender Forschungsarbeiten in 2015 und 2016 wurde in Laboren des Fachbereichs 7 (Industrial Engineering sowie Informatik für Technik und Produktion) ein Prototyp eines projektionsgestützten Assistenzsystems für die manuelle Montage entwickelt und an einem Arbeitsplatz zur manuellen Montage von Baugruppen eines Bündigfräsaggregates für eine Kantenanleimmaschine erprobt. Es umfasst Steuerungsmöglichkeiten per Sprache, Geste, Touch oder mittels eines Tasters, mit deren Hilfe der Benutzer Prozessschritte quittieren kann und somit zum nächsten Prozessschritt gelangt. Das System beinhaltet die Projektion digitaler Montageinformationen auf den Arbeitsplatz, die u.a. die Darstellung von Texthinweisen, Bildern, Videos, Animationen, Hilfsmarkierungen auf Bauteile und Werkzeuge sowie eine Pick-to-light Anzeige ermöglicht. Mit der situationsangepassten Bereitstellung von Informationen kann das System dazu beitragen, Anlernzeiten zu verkürzen, Montagefehlern zu vermeiden sowie Arbeitsproduktivität zu steigern. Neben der Unterstützung von manuellen Montageprozessen kann das System auch zur Unterstützung in Bereichen wie Qualitätsprüfung, Kommissionierung, Demontage oder auch Maschineneinrichtung/ Rüsten eingesetzt werden.

Identifikation von Industrie 4.0-Potentialen aus Kundensicht, 3. Juli 2015 - abgeschlossen -

Bei einem Hersteller von Produktionsmaschinen wurde eine neue Steuerungsoberfläche für die Bedienung der Maschinen eingeführt, in der Anwendungen aus dem Kontext Industrie 4.0 integriert sind. Im Rahmen bestehender Untersuchungen hat sich gezeigt, dass die Begrifflichkeit Industrie 4.0, deren Hintergründe und Zusammengänge sowie die Einordnung der Steuerungsoberfläche in diesem Kontext bisher nicht deutlich genug werden. Ziel der Studie war es, Industrie 4.0 Bestandteile und darüber hinaus gehende Potentiale und Erwartungen der Nutzer zu analysieren, auf Basis der Erkenntnisse Handlungsempfehlungen für Verbesserungen und Weiterentwicklungen auszusprechen und eine Überarbeitung der Schulungsunterlagen vorzunehmen. Darüber hinaus wird eine Nutzungskontextanalyse bei einem Kunden des Produktionsmaschinenherstellers durchgeführt und Usability-Tests zur Bedienung der Steuerungsoberfläche mit zwölf Probanden an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe durchgeführt.

Usability-Studie für einen Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen, 31. Januar 2015
- abgeschlossen -

Das Ziel der Usability-Studie war es, die intuitive Bedienbarkeit einer speziellen Holzbearbeitungsmaschine zu untersuchen und auf Basis dieser Untersuchung ergonomische Gestaltungsempfehlungen für eine Weiterentwicklung der Maschine inkl. ihrer Steuerung abzugeben.

Dazu wurden Untersuchungen bei dem Maschinenhersteller sowie zwei weiteren Produktionsbetrieben der Holzbranche durchgeführt. Angelehnt an DIN EN ISO 9241-210:2010 beinhaltete die Vorgehensweise im ersten Schritt die Erfassung des Nutzungskontextes und im zweiten Schritt die Durchführung von Usability-Tests mit 11 Probanden in Kombination mit Video- und Sprachaufzeichnungen. In einem abschließenden dritten Schritt fand ein Workshop statt, in dem auf Basis der Analyseergebnisse Maßnahmen diskutiert und Gestaltungsempfehlungen abgeleitet wurden. Es konnte ein Verbesserungskatalog mit insgesamt 78 Vorschlägen zu der Maschine entwickelt und dem Hersteller überreicht werden. Von diesen Vorschlägen betreffen 33 Vorschläge die Konstruktion der Maschine und 45 Vorschläge die Softwareergonomie.

Ergonomische Gestaltung von grafischen Bedienelementen an Produktionsmaschinen, 17. Dezember 2014 - abgeschlossen -

Der Trend einer zunehmenden technologischen Komplexität von Produktionsmaschinen ist vor allem auf die Integration zusätzlicher Funktionen in Maschinen zurückzuführen. Damit nehmen auch die Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit der Bediensysteme weiter zu. Das Ziel der Studie ist es, die intuitive Bedienbarkeit von fünf modernen Produktionsmaschinen im Hinblick auf die verwendeten grafischen Symbole (Icons) zu untersuchen und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die verwendeten Bildzeichen an den untersuchten Maschinen nur bedingt selbsterklärend und intuitiv gestaltet sind und somit deutliche Defizite für eine einfache und intuitive Bedienung aufweisen. Im Ergebnis werden Hinweise zur Gestaltung von Bildzeichen an Produktionsmaschinen aufgeführt

Ergonomie-Studie an Lasersintermaschinen, 15. November 2013 - abgeschlossen -

"Ergonomische Gestaltung von Arbeitsprozessen in der additiven Fertigung" heißt eine Studie, die vom Labor für Industrial Engineering in Kooperation mit der Firma Phoenix Contact sowie dem Labor für Entwicklung und Konstruktion durchgeführt wurde. Ziel der Studie ist es, ergonomische Verbesserungspotenziale in der additiven Fertigung am Beispiel von Lasersintermaschinen der Typen EOS Formiga P100 und P110 aufzuzeigen und Handlungsempfehlungen abzuleiten, die einerseits zu einer verbesserten Gebrauchstauglichkeit der Maschinen für den Menschen und andererseits zu einer verbesserten Arbeitsproduktivität führen. Die Vorgehensweise orientierte sich dabei an der Norm DIN EN ISO 9241-210:2010 und beinhaltet die Erfassung des Nutzungskontextes, die Durchführung von Usability-Tests und die Entwicklung von Gestaltungsempfehlungen.