Intelligente Assistenzsysteme zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit

Seit April 2025 arbeitet Dr. Tobias Depke in seiner Praxis-Tandemstelle. War er nach dem Pharmaziestudium und seiner Promotion im Bereich der Infektionsforschung zunächst in Vollzeit an einer Klinik tätig, ist er im Rahmen dieses Kooperationsmodells zurück an der Hochschule – in Teilzeit. Warum?
„Ich habe mich aus der praktischen Tätigkeit heraus auf die Tandemstelle beworben, um die Möglichkeit für angewandte Forschung zu haben und um mich mit anderen zu vernetzen, die ähnliche Themen umtreiben. Denn ich war schon immer forschungsbegeistert. In meiner praktischen Berufstätigkeit bin ich oft an den Punkt gekommen, dass ich gerne mehr Zeit gehabt hätte, an Themen intensiv und auch wissenschaftlich zu arbeiten, um neue Lösungen zu entwickeln oder knifflige Fragen zu beantworten“, erklärt er. „Die angewandte Forschung an der TH mit einem Praxispartner ist dafür ideal: Man kann forschen, bleibt aber in der Praxis, kann seine Themen mitbringen und Synergien nutzen.“
Mit wissenschaftlicher Expertise und berufspraktischer Erfahrung forscht er an digitalen Tools zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit – also zum Beispiel daran, wie man Methoden aus Informatik und Datenanalyse nutzen kann, um Medikationsfehler im Krankenhaus zu vermeiden. „Das ist für mich als Zahlenmensch und Apotheker die perfekte Kombination aus zwei hochspannenden Themen. Und da die Menschen immer älter werden und immer mehr Medikamente einnehmen, wird das Thema Arzneimitteltherapiesicherheit auch gesellschaftlich immer relevanter.“
Feste Strukturen und freies Denken
Im berufspraktischen Teil seiner Tandemstelle arbeitet Tobias als Apotheker am Evangelischen Klinikum Bethel, einem großen universitären Krankenhaus in Bielefeld. Dort bringt er in ganz verschiedenen Bereichen seine pharmazeutische Expertise ein – von der Beratung der verschiedenen Berufsgruppen zu Arzneimittelthemen über kaufmännische und rechtliche Fragen bis hin zur Teilnahme an Visiten auf den Stationen: „Da diskutiere ich dann zum Beispiel mit den Ärztinnen und Ärzten darüber, welches Antibiotikum sich für eine Patientin am besten eignet. Die Arbeit ist also sehr vielfältig und ich lerne jeden Tag dazu.“
Seine Arbeit an der Hochschule ist weniger an feste Strukturen, Routinen und Abläufe gebunden. Er genießt die Freiheit in Forschung und Lehre und schätzt den fachlichen Austausch mit anderen Forschenden und Studierenden. „Das ist für mich definitiv das Highlight meiner Tätigkeit an der TH OWL“, sagt er und fügt hinzu: „Außerdem habe ich – etwas zu meiner eigenen Überraschung – festgestellt, dass mir die Lehre wirklich Spaß macht. Auch wenn die Vereinbarkeit der beiden Tätigkeiten nicht immer perfekt funktioniert, kann ich das Modell ‚Praxis-Postdoc‘ allen, die anwendungsnah forschen wollen, nur empfehlen.“
Sie haben Fragen?
Sie möchten mehr über das Forschungsthema „Intelligente Assistenzsysteme zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit“ erfahren? Wenden Sie sich gern an:
Dr. Tobias Depke
+49 5231 769 6619
tobias.depke(at)th-owl.de
Sie möchten mehr über unsere Praxis-Tandems erfahren und darüber sprechen, welche Möglichkeiten der Kooperation mit der TH OWL es darüber hinaus noch gibt? Melden Sie sich gern!
Miriam Magadi
PROFuture@TH-OWL | Graduiertenprogramme mit der Wirtschaft, Transfer- und Fokusprofessuren
+49 5261 702 5120
miriam.magadi(at)th-owl.de | profuture(at)th-owl.de
Das Projekt PROFuture@TH-OWL ist Teil der BMFTR-Förderline „FH Personal“ und wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) unterstützt.
Gefördert durch:
