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Architekturbüro Gröne + TH OWL

BestandsbauZukunftZirkulär

Seit Dezember 2025 arbeitet Christin Schäfers an ihrer Praxis-Promotion zum Thema BestandsbauZukunftZirkulär. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie bestehende Gebäude so saniert werden können, dass sie ökologisch sinnvoll, bauphysikalisch und technisch durchdacht sind – und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig. Denn die Bauwirtschaft verbraucht enorme Ressourcen und verursacht hohe CO₂-Emissionen, und trotzdem werden Gebäude häufig noch linear gedacht: bauen, nutzen, entsorgen.

„Genau dieses Prinzip möchte ich hinterfragen“, erläutert Christin. „Im Zentrum meiner Arbeit steht das zirkuläre Bauen im Bestand. Gebäude werden so weiterentwickelt, dass Materialien wiederverwendet, Bauteile rückgebaut und Ressourcen möglichst lange im Kreislauf gehalten werden. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer eines Gebäudes, denn der Bestand wird als wertvolle Ressource verstanden, nicht als Auslaufmodell. Gleichzeitig untersuche ich, unter welchen wirtschaftlichen und planerischen Bedingungen solche Strategien realistisch umsetzbar sind. Mich fasziniert, dass hier Gestaltung, Konstruktion, Bauphysik und Wirtschaftlichkeit zusammenkommen. Es geht nicht nur darum, nachhaltiger zu bauen – sondern darum, bestehende Strukturen weiterzudenken.“

50 Prozent Praxis + 50 Prozent Hochschule sind hier ...

Weiterentwicklung und Umsetzbarkeit

Praxispartnerin ist hier die Gröne Architektur GmbH, ein familiengeführtes mittelständisches Unternehmen in dritter Generation. Architektur, Handwerk und Immobilienentwicklung greifen hier direkt ineinander, insbesondere im Bauen im Bestand und im sensiblen Umgang mit erhaltenswerter Substanz. Christin begeistert die Haltung des Unternehmens: „Nachhaltigkeit ist hier kein Zusatz, sondern gelebte Praxis. Materialien werden bewusst gewählt, Prozesse kritisch hinterfragt und neue Wege mit Überzeugung erprobt.“ Im Praxisteil ihrer Tandemstelle bekommt sie schon früh Verantwortung und darf Projekte aktiv mitgestalten. So erlebt sie täglich, wie Entwurf, Konstruktion, Bauphysik und Wirtschaftlichkeit zusammenwirken: „Entscheidungen müssen nicht nur gut gedacht, sondern auch baulich und wirtschaftlich tragfähig sein. Wissenschaftliche Ansätze werden dabei ernst genommen, im Projektkontext diskutiert und praktisch überprüft. Diese direkte Rückkopplung motiviert mich sehr, weil ich sehe, dass Ideen nicht abstrakt bleiben, sondern konkrete Wirkung entfalten.“

Die wissenschaftlichen Ansätze kann sie im Rahmen ihrer Tätigkeit an der Hochschule erarbeiten – durch Dialog mit Studierenden, interdisziplinären Austausch und in Forschungsprojekten. An der TH OWL hat sie den Raum, Fragestellungen systematisch zu vertiefen und theoretisch weiterzuentwickeln. Während in der Praxis Entscheidungen oft unter Zeit- und Kostendruck entstehen, kann sie in der wissenschaftlichen Tätigkeit Zusammenhänge grundlegend analysieren und neue Ansätze durchdenken.

„Diese zwei Welten passen so ideal zusammen: Die Hochschule schafft Raum für Reflexion und  Weiterentwicklung – die Praxis prüft die Umsetzbarkeit. Für mich ist diese Kombination kein Kompromiss, sondern die konsequente Art zu arbeiten und nachhaltige Veränderungen aktiv mitzugestalten.“

Kontakt

Sie haben Fragen?

Sie möchten mehr über das Forschungsthema „BestandsbauZukunftZirkulär“ erfahren? Wenden Sie sich gern an:

Christin Schäfers
+49 5231 769 6526
christin.schaefers(at)th-owl.de

Sie möchten mehr über unsere Praxis-Tandems erfahren und darüber sprechen, welche Möglichkeiten der Kooperation mit der TH OWL es darüber hinaus noch gibt? Melden Sie sich gern!

Miriam Magadi
PROFuture@TH-OWL | Graduiertenprogramme mit der Wirtschaft, Transfer- und Fokusprofessuren
+49 5261 702 5120
miriam.magadi(at)th-owl.de | profuture(at)th-owl.de

Das Projekt PROFuture@TH-OWL ist Teil der BMFTR-Förderline „FH Personal“ und wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) unterstützt.

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