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Delta3 GmbH + TH OWL

Inklusive Gamification und adaptive Arbeitsplatzgestaltung für intelligente Produktionssysteme

Seit August 2025 ist Viktoria Mordaschew Praxis-Promovierende. Sie beschäftigt sich insbesondere mit der Frage, wie digitale Assistenzsysteme Arbeitsprozesse in Produktionsumgebungen individueller und zugänglicher gestalten können, und erklärt: 

„In meiner Forschung geht es darum, wie Technik Menschen bei der Arbeit individuell unterstützen kann. Speziell schaue ich mir Produktionsumgebungen an, also Fertigungen in der Industrie oder in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Mein Fokus liegt aktuell auf Gamification: dem Einsatz spielerischer Elemente wie Punkte, Fortschrittsbalken oder Ranglisten. Gamification wird häufig verwendet, um beispielsweise die Motivation und die Produktivität zu erhöhen und um beim Lernen zu unterstützen. Was allerdings seltener berücksichtigt wird, ist, dass Menschen individuell sind. Jeder Mensch zeichnet sich durch seine Persönlichkeit, Fähigkeiten und Kenntnisse sowie Präferenzen aus. Und genau darauf sollte Technik eingehen – auch bei der Arbeit. Technik sollte nicht auf Produktivität abzielen, sondern Freude, Orientierung und Motivation geben. Mit meiner Forschung möchte ich dazu beitragen.“

Zu promovieren – diesen Wunsch hatte Viktoria schon lange, auch wenn ihr bewusst war, dass der Weg lang und herausfordernd sein kann. Bereits während ihres Bachelor-Studiums merkte sie: Forschung ist genau das, was ihr liegt. Neue Ideen entwickeln, Dinge hinterfragen und Themen wirklich tiefgehend verstehen. „Ich kann mir gut vorstellen, später selbst als Professorin zu arbeiten“, sagt sie. „Mich begeistert genau diese Mischung aus Forschen, Lehren und gemeinsamen Weiterdenken.“

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Transfer: Aus der Forschung in die Anwendung

Die praktische Hälfte ihrer Stelle ist bei der delta3 GmbH angesiedelt, einem Unternehmen für Assistenz-Software. Parallel dazu forscht sie an der TH OWL an neuen Ansätzen, die Gamification und adaptive Technologien miteinander verbinden. „An meiner berufspraktischen Tätigkeit gefällt mir vor allem, dass ich Forschung direkt mitgestalten und in echte Anwendungen überführen kann. Ich arbeite nicht nur an Konzepten, sondern sehe unmittelbar, wie daraus Software entsteht und im Alltag genutzt werden kann“, sagt Viktoria.

„Wir möchten verstehen, wie sich digitale Assistenzsysteme so gestalten lassen, dass sie sich an unterschiedliche Menschen und Arbeitssituationen anpassen können“, erklärt Prof. Dr. mult. Carsten Röcker aus dem Fachbereich Informatik und Automation der TH OWL. „Die Kombination aus Forschung und realer Anwendung bietet dafür ideale Voraussetzungen.“

Auch für den Praxispartner steht der Transfergedanke im Mittelpunkt: „Die Zusammenarbeit ermöglicht es uns, neue Ideen direkt aus der Forschung in praxisnahe Lösungen zu überführen“, sagt Eckard Bicker, Geschäftsführer der delta3 GmbH. „Gerade im Bereich inklusiver Assistenzsysteme sehen wir großes Potenzial für die Produktion der Zukunft.“

Mit der Praxispromotion sammelt Viktoria Erfahrungen in Forschung, Lehre und Praxis. Ziel ist es, Impulse für eine inklusivere und menschzentrierte Gestaltung zukünftiger Produktionssysteme zu setzen.

Kontakt

Sie haben Fragen?

Sie möchten mehr über das Forschungsthema „Inklusive Gamification und adaptive Arbeitsplatzgestaltung für intelligente Produktionssysteme“ erfahren? Wenden Sie sich gern an:

Viktoria Mordaschew
+49 5261 702 5161
viktoria.mordaschew(at)th-owl.de

Sie möchten mehr über unsere Praxis-Tandems erfahren und darüber sprechen, welche Möglichkeiten der Kooperation mit der TH OWL es darüber hinaus noch gibt? Melden Sie sich gern!

Miriam Magadi
PROFuture@TH-OWL | Graduiertenprogramme mit der Wirtschaft, Transfer- und Fokusprofessuren
+49 5261 702 5120
miriam.magadi(at)th-owl.de | profuture(at)th-owl.de

Das Projekt PROFuture@TH-OWL ist Teil der BMFTR-Förderline „FH Personal“ und wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) unterstützt.

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