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Instandhaltung kritischer Infrastruktur live erleben - Studierende des Instandhaltungsmanagements besichtigen die Schachtschleuse in Minden

Im Rahmen einer Exkursion zur Schachtschleuse in Minden hatten die Studierenden des Moduls Instandhaltungsmanagement die Möglichkeit, die Arbeitsinhalte des Wasser- und Schifffahrtsamtes in der Praxis kennenzulernen.

Schacht- und Weserschleuse als auch die Leitzentrale für Mittelland- und Elbeseitenkanal sowie das Pumpwerk für einen konstanten Kanalwasserspiegel wurden im Rahmen der Führung durch den Fachgebietsleiter Wasserstraßen Herrn Sohny eindrucksvoll vorgestellt. Herr Sohny stellte gleich zu Beginn der Führung heraus, dass die zentrale Aufgabe des Wasser- und Schifffahrtsamtes darin besteht, den reibungslosen Schiffsverkehr auf den betreuten Kanalbereichen sicherzustellen. Gesteuert werden die zahlreichen Schleusen und Pumpwerke entlang des Kanals aus der Leitzentrale in Minden, welche vor Ort von den Studierenden besichtigt werden konnte. 

Den Höhepunkt der Führung bildeten die Besichtigung von Schacht- und Weserschleuse sowie des Pumpwerks, das bedarfsgerecht Wasser aus der Weser in den Mittellandkanal pumpt. Bei den Besichtigungen standen Technik und Instandhaltung im Mittelpunkt. Der Wasser- und Schifffahrtsverband besitzt eine eigene Abteilung für Instandhaltung, welche für die Entwicklung einer geeigneten Instandhaltungsstrategie sowie für die Instandhaltungsplanung und -durchführung zuständig ist. Spannend war es zu erfahren, dass diese Abteilung auch Instandhaltungstaucher besitzt, die in der Lage sind, Inspektionen und Reparaturen unter Wasser durchzuführen. Herr Sohny erklärte, dass sich insbesondere bei der Ersatzteilbeschaffung bzw. -bevorratung größere Herausforderung aufgrund der Langlebigkeit der Komponenten ergeben. Vielfach sind beim Ausfall älterer Anlagen die nötigen Ersatzteile durch die jeweiligen Lieferanten schon abgekündigt, so dass bereits im Vorfeld eines Ausfalls eine entsprechende Obsoleszenzplanung bezüglich der Ersatzteile erfolgen muss. 

In diesem Feld konnte auch gleich ein Bezug zwischen dem in den Lehrveranstaltungen von Prof. Glatzel erworbenen Wissen und den zugehörigen Praxisanwendungen hergestellt werden. Besonders beeindruckt waren die Studierenden von der Größe und der Dimension der einzelnen Anlagen und Komponenten der Schleuse. Nach Abschluss der umfangreichen und spannenden Führung wurde gemeinsam am Ufer des Mittellandkanals gegrillt. Dabei bot sich die Gelegenheit, die gesammelten Eindrücke zu teilen und darüber hinaus auch persönliche Gespräche in entspannter Runde zu führen.