E-Mobilität ist nicht alles – Ralph Brinkhaus bei der TH OWL

Das Projekt einer Modellregion Postfossile Mobilität OWL stand im Mittelpunkt des Besuchs des Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ralph Brinkhaus und der lippischen CDU-Bundestagsabgeordneten Kerstin Vieregge an der TH OWL. Beide sprachen diesem und weiteren Vorhaben der Hochschule ihre Unterstützung aus.

E-Mobilität ist derzeit in aller Munde – in der Diskussion geht aus der Sicht des Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus MdB, und der lippischen CDU-Bundestagsabgeordneten Kerstin Vieregge aber oft der Blick auf andere Antriebsformen verloren: „Wir sollten nicht dogmatisch vorgehen, sondern uns Optionen und Chancen offen halten“, sagte Brinkhaus bei einer Gesprächsrunde in der Technischen Hochschule OWL, zu der Vieregge im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitstour eingeladen hatte. Die TH OWL entwickelt derzeit mit dem Projekt „PostfossilMobil NRW“ eine übergreifende Plattform von Forschung und Wirtschaft zur Entwicklung und Erprobung unterschiedlichster Antriebsstoffe für den Verkehr der Zukunft. Ziel ist die Schaffung einer „Modellregion OWL“, in der diese Möglichkeiten dann in der Praxis getestet werden sollen.

„Mit einer Modellregion für postfossile Mobilität könnten die Antriebsstoffe der Zukunft – ob natürlich oder synthetisch – in OWL und damit in Stadt und Land gleichermaßen praxisnah und realistisch erprobt werden”, begrüßt auch Kerstin Vieregge das Projekt. Leiter Professor Dr. Thomas Schulte stellte die Eckpunkte des Projektes vor und betonte, es gehe bei der Entwicklung von alternativen Antrieben und Antriebsstoffen jetzt vor allem darum, „Lösungen zu finden und Irrtümer zu vermeiden”. Konkret stellt sich der Projektleiter vor, dass in OWL die Tankstelle der Zukunft erprobt wird, an der unterschiedliche Antriebsstoffe vom synthetischen Benzin über Strom bis hin zu Wasserstoff und Gas abgegeben werden. „Es soll im Prinzip vorne eine Tankstelle sein und hinten ein Forschungslabor”, skizzierte Schulte die Pläne der Beteiligten.

Brinkhaus machte deutlich, dass man bei der künftigen Antriebstechnik auf  Technologieoffenheit setzen müsse. „Im Herbst werden wir als Union unser Klimakonzept vorstellen und dabei wird der realistische Mix auch eine besondere Rolle spielen”, zeigte sich der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende zuversichtlich. Er lobte ausdrücklich die Transferstrategie der TH OWL, die in einer engen Verzahnung mit der Wirtschaft praxisnahe und machbare Lösungen entwickele. Präsident Professor Dr. Jürgen Krahl stellte in seiner Begrüßung die drei Standorte der TH in Lemgo, Detmold und Höxter mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten vor. „Ingenieursstudiengänge sind nicht immer im Fokus der jungen Menschen.“ Hier liegen aber die großen Potenziale gerade in den Bereichen Mobilität, Energie und Klimaschutz: „Die TH OWL hat gerade hier höchst attraktive Angebote.”

Deshalb engagiert sich die TH OWL auch in ganz unterschiedlichen Feldern: Mit der SmartFactoryOWL und dem InnovationSPIN werden neue Impulse zur Digitalisierung entwickelt, während Professor Dr. Guido Falkemeier mit dem geplanten Kreativ-Institut.NRW am Standort in Detmold einen Inkubator für die Künstler- und Kreativbranche in OWL vorstellte. Mit „Precision Farming“ präsentierte Prof. Dr. Burkhard Wrenger einen Studiengang, durch den die Digitalisierung künftig auch auf dem Bauernhof verstärkt Einzug halten soll. „Für die Zukunft gut aufgestellt“, sah auch Jörg Düning-Gast als stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Innovation Campus Lemgo e.V.“ die Technische Hochschule und warb um weitere Unterstützung auch vom Bund. Gemeinsam versprachen Brinkhaus und Vieregge, das Engagement der Lemgoer weiter nach Kräften zu unterstützen.

(Quelle: Pressemitteilung des Wahlkreisbüros von Kerstin Vieregge)