Filmemacher Sebastian Grobler ist neuer Professor an der TH OWL

Die Technische Hochschule OWL hat mit Sebastian Grobler einen neuen Professor am Fachbereich Medienproduktion. Der 51-Jährige wurde für das Lehrgebiet Film berufen.

„Wie kommunizieren wir mit Bildern? Wie interagiert filmische Ästhetik mit menschlichem Sehen? Das sind Fragen, die mich besonders beschäftigen“, sagt Sebastian Grobler. „Ich möchte mein Wissen den Studierenden vermitteln, damit sie dieses anwenden und ihre Kreativität entwickeln können.“ Auch im 21. Jahrhundert sei es notwendig, das filmische Handwerk auf einem professionellen Level zu beherrschen, so der gebürtige Hamburger.

Das hat ihn von der TH OWL überzeugt: „Die Perspektiven, die sich durch den Studioneubau der Medienproduktion am Kreativ Campus in Detmold ergeben, finde ich sehr interessant. Außerdem hat mich das familiäre und gleichzeitig hochwertige akademische Umfeld überzeugt“, sagt Grobler.

Der leidenschaftliche Filmemacher thematisiert in seinen Werken menschliche Schicksale, die ihn besonders interessieren und deren Geschichte er mit den filmischen Mitteln erzählt. Dieses Knowhow möchte er auch weitergeben. „Ich freue mich, wenn meine Studierenden auf Basis des Gelernten ihre eigenen Bilder und Geschichten erzählen.“

Sebastian Grobler hat in den 1990er Jahren Deutsche Sprache und Literatur mit dem Schwerpunkt Theater und Medien sowie die Nebenfächer Psychologie und Geschichte an der Universität Hamburg studiert. Von 1997 bis 2003 studierte er außerdem Spielfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Seit 2005 ist Grobler Regisseur für Kino- und Fernsehfilme, zum Beispiel „Der ganz große Traum“ mit Daniel Brühl in der Hauptrolle, der für den deutschen Filmpreis nominiert war, oder „Venus im vierten Haus“. Vor seiner Berufung an die TH OWL war er Professor für Digital Filmmaking an der School of Art, Design and Media (ADM)/ Nanyang Technological University (NTU), in Singapur.