Lemgoer Lebensmittelrechtstagung Fleisch und Feinkost tagte zum 12. Mal

Auf Einladung der Hochschule OWL und des Lemgoer Arbeitskreises Fleisch und Feinkost tagten zum 12. Mal rund 210 Expertinnen und Experten zum Thema Fleisch und Feinkost in Lemgo. Im Fokus standen unter anderem Erfahrungen mit der Online-Vermarktung von Fleisch sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür. Auf der Tagung wurde auch der Internationale LAFF-Award an Student René Knedlik verliehen.

Auf Einladung der Hochschule OWL und des Lemgoer Arbeitskreises Fleisch und Feinkost tagten zum 12. Mal rund 210 Expertinnen und Experten zum Thema Fleisch und Feinkost in Lemgo. Im Fokus standen unter anderem Erfahrungen mit der Online-Vermarktung von Fleisch sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür. Auf der Tagung wurde auch der Internationale LAFF-Award an Student René Knedlik verliehen.

Lebensmittelkauf im Internet statt im Supermarkt: Erst kürzlich berichteten die Medien über den ab jetzt möglichen Lebensmitteleinkauf bei einem großen Online-Versandhändler und so trafen die Themen des diesjährigen Treffens wiederholt den Nerv der Zeit. „Der Onlinehandel von Lebensmitteln ist keine Zukunftsmusik mehr. Zukünftig wird er zunehmend an Bedeutung erlangen. Deswegen sollten wir uns schon jetzt damit ausgiebig auseinandersetzen“, so Jürgen Benner, Vorsitzender des Lemgoer Arbeitskreises Fleisch + Feinkost e.V.

Die Vorträge der Tagung beschäftigten sich mit dem aktuellen Stand des Online-Handels von Nahrungsmitteln. Auch die damit verbundenen Kontroversen wurden aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt. Vormittags referierten Ulrike Maronde von der Nielsen Company über den Stand des Lebensmittel-Onlinehandels und Stephan Otto von der Fa. Otto Gourmet über spezielle fleischbezogene Aspekte. Fragen der Lebensmittelkontrolle beim Online-Handel wurden von Dr. Norbert Kenntner vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, die rechtlichen Rahmenbedingungen des Online-Handels von Herr Dr. Clemens Comans von der Rechtsanwaltskanzlei KWG beleuchtet.

Am Nachmittag stand eine Lebensmittelrechtliche Podiumsdiskussion auf dem Programm: Bis zum 18. März hatten Fleisch- und Feinkostbetriebe aus Industrie und Handwerk die Möglichkeit, spezielle lebensmittelrechtliche Fragen einzureichen. Diese wurden nun von den Expertinnen und Experten auf dem Podium beantwortet. Zu diesen gehörten unter anderem Dr. Astrid Landeck vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Dr. Detlef Horn, Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper sowie Dr. Gesine Schulze vom bayrischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

Der LAFF-Award ging in diesem Jahr an René Knedlik für seine Studienleistungen im Bereich der Fleischtechnologie und sein Engagement für die Wissensvermittlung an seine Kommilitoninnen und Kommilitonen. Der jährliche Preis würdigt hervorragende Studierende der Fleischtechnologie an der Hochschule OWL. Er beinhaltet einen zweiwöchigen USA-Studienaufenthalt. 

Der Verein Arbeitskreis Fleisch + Feinkost
Der Verein Lemgoer Arbeitskreis Fleisch + Feinkost (LAFF) wurde 1977 von Vertretern des Fleischerhandwerks, der Fleischwarenindustrie, der Veterinärverwaltung und Professoren der Hochschule OWL, damals noch Fachhochschule Lippe, gegründet. Oberstes Ziel des Vereins ist es, das Studium der Lebensmitteltechnologie, insbesondere in der Fleischwaren-, Feinkost- und Konservenherstellung, an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe zu fördern. Außer der Bereitstellung von Mitteln für anwendungsbezogene Forschung wird vor allem die Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen, Tagungen, Vorträgen unterstützt.