Studierende der TH OWL erhalten Energy Award 2019

Studierende der TH OWL aus Lemgo und Höxter haben für ihre zukunftsorientierten Arbeiten, die sich mit dem Thema Energie auseinandersetzen, den Energy Award 2019 erhalten. Der Preis wird jährlich vom kommunalen Energiedienstleister Westfalen Weser Energie verliehen, der damit junge Akademiker fördert, die besondere Leistungen in ihren Abschluss- oder Projektarbeiten rund um das Thema Energieeffizienz oder erneuerbare Energie gezeigt haben. Die Preisverleihung fand am 20. November in Paderborn statt.

Die 23 Studierenden des Masterstudiengangs Landschaftsarchitektur aus Höxter haben sich ein Jahr lang mit dem Klimawandel auseinandergesetzt. Sie haben das Projekt „Klimavorsorge Stadt Höxter“ ins Leben gerufen und in diesem Zusammenhang Vorschläge entwickelt, wie sich die Stadt Höxter auf Hitze, Trockenheit und Unwetter vorbereiten kann, um so die Auswirkungen des Klimawandels zu minimieren. Neben den Wäldern in Höxter haben sie auch Themen wie die Land- und Wasserwirtschaft sowie die Stadt- und Freiraumgestaltung betrachtet. Entstanden ist eine interaktive Ausstellung, die bereits im historischen Rathaus und aktuell in der Volkshochschule in Höxter zu sehen ist. 

„Ziel der Ausstellung ist es, die abstrakten globalen Auswirkungen des Klimawandels auf die regionale Ebene zu übertragen“, erklärt Masterstudent Mirco Timmer von der Projektgruppe. Grundlage für die 20 Plakate der Ausstellung waren Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung, Klimaforschung, Meteorologie, Stadt- und Freiraumplanung. Die Studierenden haben Daten herangezogen, die projizieren, wie sich Lufttemperatur und Niederschlag im Zeitraum 2071 bis 2100 verändern könnten. Hieraus haben sie Maßnahmen abgeleitet, wie sich das Stadtgebiet von Höxter auf den Klimawandel vorbereiten kann. Betreut wurde das Projekt von Professor Stefan Bochnig und Professor Ulrich Riedl vom Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung der TH OWL.

Das Höxteraner Team wird das Preisgeld einsetzen für Kosten, die im Rahmen der Ausstellungsentwicklung entstanden sind. Den Rest des Geldes möchten die Preisträger von der TH OWL für den Klimaschutz spenden.

Lemgoer Studierende untersuchen alternative Energieversorgung

„Ausstieg aus der fossilen Energiewirtschaft“ lautete das Projektthema der Lemgoer Studierenden vom Fachbereich Elektrotechnik und Technische Informatik.  Die Projektarbeit entstand im Rahmen der Vorlesung „Energietechnik“ an der TH OWL.

Zunächst wurde der Ist-Zustand der Energieversorgung im Jahr 2017 aufgezeigt und die Entwicklungen der Ausbaupfade je nach Energieträger bis 2060 prognostiziert und begründet. Durch die verschiedenen Simulationen konnten die Studierenden zeigen, dass eine ausreichende Stromversorgung allein durch regenerative Energien ohne den Einsatz effizienter Speichertechnologien nicht möglich ist. Das liegt vor allem an der großen Versorgungslücke an bewölkten und windstillen Tagen. Auch der CO2-Ausstoß innerhalb des Energiesektors wurde evaluiert. Die Studierenden konnten dadurch feststellen, dass die Klimaziele der Bundesregierung nicht eingehalten werden können.

Für ihre herausragenden Leistungen erhielten die Preisträgerinnen und Preisträger aus Lemgo und Höxter 1.500 Euro.