Postfossil Mobil: Bundestagsabgeordnete zu Gast an der TH OWL

Zwei FDP-Bundestagsabgeordnete haben gemeinsam mit Barbara Schiek-Hübenthal, Fraktionsvorsitzende der FDP im Lemgoer Stadtrat die TH OWL besucht. Thema waren die Forschungsvorhaben im Bereich alternativer Antriebstechnologien. Die Abgeordneten besuchen auf ihrer Sommertour mit einem Wasserstoff-Auto verschiedene Standorte in der Region, die modellhaft für die zukünftige Mobilität stehen.

Frank Schäffler, FDP-Bezirksvorsitzender OWL, ist überzeugt: „Die Region OWL kann zu einer Modellregion für die Innovation postfossiler Mobilität werden. Das zeigt nicht nur die TH OWL durch ihre erfolgreiche Forschungsarbeit, sondern auch der starke Mittelstand in der Region, der neue Ideen fördert.“ Derzeit befindet sich die Hochschule mit einigen Projekten in der Testphase und hofft auf die baldige Anbindung an den Markt. Nicht nur der Wasserstoffantrieb steht im Fokus der Forschung, sondern auch innovative Krafstoffe (z. B. E-Fuels), die auf die gut ausgebaute Tankstelleninfrastruktur zurückgreifen könnten.

„Die Projekte und Innovationen der TH OWL zeigen, dass die Mobilität von Morgen auch ohne Verbote gelingen kann. Verbrennungsmotoren in Verbindung mit klimaneutralen Kraftstoffen werden weiterhin ihre Berechtigung neben der E-Mobilität und Wasserstofftechnologie haben. Leider geht das in den aktuellen Debatten über Klimaschutz und Elektromobilität oft unter. Beispielweise zeigt der Diesel-R33, ein Systemkraftstoff mit 33 % regenerativem Anteil,  eine sinnvolle Nutzung des Diesels für die Zukunft auf. Es braucht deshalb mehr Unterstützung für die Erforschung alternativer Kraftstoffe.“, forderte Christian Sauter, der stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur des Deutschen Bundestages ist, im Anschluss an den Besuch an der TH OWL.

Auch Schiek-Hübenthal begrüßte den Besuch an der TH OWL. „Schließlich forschen hier allein im Institut Future Energy sieben Professorinnen und Professoren an dem Thema Energieeffizienz und auch als Partner des Projekts „PostfossilMobil NRW“ sitzt hier der passende Ansprechpartner.“, so Schiek-Hübenthal. Sie sieht in der Wasserstofftechnologie auch eine echte Alternative zu batteriebetriebenen Bussen im ÖPNV, denn „die haben ja schon nach nur einem halben Einsatztag eine stundenlange Aufladephase auf dem Betriebshof nötig.“, so die FDP-Kommunalpolitikerin.