Potentiale der Landschaft von morgen: Hohlwege

Der Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft hat zum dritten Symposium „Vergessene Kulturlandschaftselemente in der Oberweser-Region – Potentiale der Landschaft von morgen“ eingeladen. Im Mittelpunkt standen Hohlwege.

Sichtbar in der heutigen Landschaft verkörpern Kulturlandschaften menschliche Nutzungsabsichten und Nutzungsweisen der natürlichen Umwelt. Sie sind dynamisch, also einem permanenten Wandel ihres ästhetischen Erscheinungsbildes und ihrer ökologischen Qualität unterworfen, weil sich nicht nur Werthaltungen, sondern auch technische Möglichkeiten und soziokulturelle Ansprüche verändern. Die Pflege und Entwicklung des kulturellen Erbes ist ein gesellschaftliches Anliegen. Zum kulturellen Erbe gehören nicht nur historische Schriften und geschichtsträchtige Baudenkmäler oder die Brauchtumspflege, sondern insbesondere auch Landschaften. Kulturlandschaftselemente prägen eine Landschaft nachhaltig. Der bewusste Umgang mit diesen regionalen Besonderheiten stärkt den Charakter und die Identität einer Region.

Der Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft am Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung hat zum dritten Symposium der Seminarreihe „Vergessene Kulturlandschaftselemente in der Oberweser-Region – Potentiale der Landschaft von morgen“ eingeladen. Nach den vorangegangenen Symposien zu den Themen des historischen Weinbaus in Höxter und Feldhecken war das diesjährige Thema das der Hohlwege.

Das Seminar bot dem gemischten Teilnehmerfeld aus Mitarbeitern, Studierenden, Professoren und Externen die Möglichkeit, durch Vorträge und eine Exkursion Hohlwege auf unterschiedlichen Ebenen unter Einbezug der vergangenen Nutzung und zukünftiger Entwicklungen zu betrachten und sich auf Expertenebene auszutauschen. Damit bietet die Veranstaltung Inspiration für neue Forschungs- und Projektideen und eröffnet Wege zu neuen Kooperationsmöglichkeiten.

Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft

Seit mehr als 25 Jahren befassen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Hochschule OWL im Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft mit der Sicherung und nachhaltigen Entwicklung von Kulturlandschaften. Der Forschungsschwerpunkt widmet sich kulturhistorischen Landschaftsanalysen, vor allem um daraus Erkenntnisse für innovative Konzepte nachhaltiger Entwicklung von Kulturlandschaften zu gewinnen. Das dient nicht nur der Erfüllung des Schutz- und Entwicklungsauftrags im Bundesnaturschutzgesetz, sondern trägt auch zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raumes bei. Beteiligt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht Fachgebieten der beiden Höxteraner Fachbereiche Umweltingenieurwesen und Angewandte Informatik sowie Landschaftsarchitektur und Umweltplanung.

Kontakt: Professor Dr. Boris Stemmer, Telefon 05271 687-7504, E-Mail boris.stemmer(at)th-owl.de

Weitere Informationen zum Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaften an der TH OWL.