Stiftungsprofessur stärkt interdisziplinäre Forschung

Die KEB Automation KG und die Stiftung Standortsicherung stärken mit einer Stiftungsprofessur die Forschung für vernetzte Automatisierungssysteme an der TH OWL. Ziel ist die Verzahnung von Informationstechnik, Mechatronik, Antriebs- und Energietechnik. Professor Henning Trsek wurde für diese Aufgabe berufen.

Mit einer Summe von 500.000 Euro für fünf Jahre unterstützen die beiden Stifter KEB Automation KG und die Stiftung Standortsicherung die neue Professur für vernetzte Automatisierungstechnik an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe. „Unser Erfolg beruht zu einem nicht unwesentlichen Teil auf Absolventen der TH OWL. Rund drei Viertel unserer Ingenieure kommen aus Lemgo“, erklärt Wolfgang Wiele, Geschäftsführer der KEB Automation KG. „Wir brauchen Technologien, die man schnell in Produkte umsetzen kann, deshalb liegt uns der Brückenschlag zwischen IT und Automatisierungs-/Antriebstechnik besonders am Herzen“, begründet Wiele die Stiftung der neuen Professur.

Die neue Stiftungsprofessur ist am Fachbereich Elektrotechnik und Technische Informatik der TH OWL angesiedelt. Hier gibt es sowohl das Institut für industrielle Informationstechnik mit dem Forschungsschwerpunkt Industrielle Informationstechnik/Industrie 4.0 als auch das Institut für Energieforschung mit dem Schwerpunkt Mechatronik, Antriebs- und Energietechnik. Beide Institute sollen durch die neue Stiftungsprofessur optimal gekoppelt werden. Für die Umsetzung wurde in Professor Henning Trsek die passende Person gefunden. . Eine seiner zentralen Aufgaben in den kommenden Jahren ist der Aufbau einer neuen Forschergruppe im Institut für industrielle Informationstechnik (inIT). Sie soll das interdisziplinäre Profil des Fachbereichs in der Forschung stärken. Auch in der Lehre will Trsek fachübergreifende Impulse setzen.

„Für mich sind die fachlichen Impulse für meine Arbeit durch die KEB Automation KG ein echtes Plus. Ich finde es gut, wenn die Studierenden in unseren Vorlesungen Wissen mitnehmen, das sie in ihrem späteren Berufsleben in den Unternehmen direkt anwenden können“, sagt der 43-Jährige. Der einfache Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT), dem neben der KEB Automation KG auch noch 14 weitere Partner angehören, führe außerdem zu einem dynamischen Umfeld mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten. „Ein weiterer Vorteil der Stiftungsprofessur ist, dass wir Forschung und aktuelle Anwendungsfragen im Unternehmen optimal miteinander verbinden und durch eine funktionierende Kooperation jederzeit wissen, wo die Bedarfe sind.“ Erste gemeinsame Forschungsprojekte sind bereits in Planung.  

„Die KEB Automation KG und die Stiftung Standortsicherung stärken mit einer halben Million Euro die Forschung an der TH OWL. Das verstehen wir als Vertrauensbeweis und freuen uns sehr darüber“, sagt Professor Jürgen Krahl, Präsident der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe. „Die neue Professur schärft das Profil der TH OWL und darüber hinaus profitieren unsere Studierenden und unsere Industriepartner.“

Dr. A. Heinrike Heil, Geschäftsführerin der Stiftung Standortsicherung, pflichtet ihm bei: „Ein wichtiger Schwerpunkt in der Fördertätigkeit ist der Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Ich bin überzeugt, dass dieser mit der neuen Stiftungsprofessur für vernetzte Automatisierungssysteme ausgezeichnet gelingen wird.“

Henning Trsek hat die neue Stelle als Professor für vernetzte Automatisierungssysteme im September angetreten. Er hat selbst an der TH OWL und verschiedenen Universitäten in Schweden und Dänemark Elektrotechnik studiert. Im Juni 2015 hat er an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg promoviert. Nach einigen Jahren in der Leitung des Geschäftsbereichs „Industrial Security“ beim Unternehmen rt-solutions in Köln kehrt er jetzt an die TH OWL zurück.