PROJEKT-STECKBRIEF:
Darum geht's: Es soll ein Miniatur-Zukunftsbahnhof erstellt werden, der im Bahnhof Minden ausgestellt werden und als Vorzeigemodell für Bahnhöfe der Zukunft bundesweit dienen soll. In dem Modell sollen technische Innovationen aus dem Bereich Mobilität abgebildet werden. So sollen etwa Serviceroboter abgebildet werden oder das Einschienenfahrzeug MONOCAB. Aufgaben der Teilnehmenden bestehen in der Materialauswahl und dem Zuschneiden einer Grundplatte, auf der solch ein Miniaturmodell errichtet werden soll sowie in der Materialauswahl und der Nachbildung von Gebäuden auf dem Bahnhofsareal in Minden. Die Nachbildung von Gleisen und Schienenfahrzeugen wird von einem Eisenbahn-Modellbauverein aus der Region übernommen. Bürger:innen erhalten durch den Miniatur-Zukunftsbahnhof eine Vorstellung des Bahnhofs der Zukunft. Zudem können Forschende einfacher Umfragen durchführen, um weiteres Nutzerverhalten zu analysieren und auszuwerten. Diese Daten spielen eine ausschlaggebende Rolle bei der Entwicklung der Mobilität der Zukunft. Das Projekt zeigt, wie Wissenstransfer, Gestaltung und regionale Innovationsarbeit im Kleinen erlebbar gemacht werden können.
Projektteam: Studierende aus den Fachbereichen Elektrotechnik und Technische Informatik, Maschinenbau und Mechatronik, Produktions- und Holztechnik: Maximilian Mende, Lara Sophie Krafft, Alexander Gerken, Jonah Fiedler und Enrico Schöppinger
Betreuende Lehrpersonen: Jil Schlüter, Gero Brinkmann
Partner: Institut für Wissenschaftsdialog, RailCampus OWL, Modelleisenbahnverein
PROJEKT-LOG:
EINTRAG 1
Erstes Projekttreffen: Am 24.10. stand die Erkundung des Bahnhofs auf dem Programm. Dabei lernten die Studierenden die räumliche Struktur, historische Architektur und aktuelle Nutzungsflächen kennen – eine wichtige Grundlage, um das Miniaturmodell möglichst realitätsnah zu gestalten. Der Bahnhof Minden ist ein Ort mit bewegter Geschichte und zentraler Bedeutung für die Region.
Einige spannende Fakten zur Historie:
- Der Bahnhof Minden wurde 1848 eröffnet und zählt zu den ältesten Bahnhöfen in Westfalen.
- Er war ein zentraler Verknüpfungspunkt zwischen der Köln-Mindener und der Hannoverschen Eisenbahn.
- Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude stammt noch aus den Anfängen des Bahnzeitalters.
Außerdem war die Gruppe zu Gast beim RailCampus OWL, wo Thore Arendt den Verein, die laufenden Projekte und die Zukunftsvision des Campus vorstellte. Neben diesen spannenden Einblicken gab es auch eine Führung über das Gelände.
Im nächsten Schritt steht ein Treffen mit Mitgliedern der Eisenbahnfreunde Lippe an. Der Verein betreut unter anderem miniaturisierte Eisenbahnthemen und kann dazu für das Projektvorhaben spannende Einblicke teilen.
27.10.25, geschrieben von Jil Schlüter
EINTRAG 2
Zu Besuch bei den Eisenbahnfreunden Lippe e.V.: Am Dienstagabend durften wir einen spannenden Einblick in die Welt des Eisenbahnmodellbaus erhalten! Herr Rakowsky, ein engagiertes Mitglied der Eisenbahnfreunde Lippe e.V., nahm sich die Zeit, uns die faszinierenden Details dieses Hobbys näherzubringen.
Von der Unterscheidung der Spurweiten – von Nenngröße N über H0 bis hin zu 0 – bis hin zu den technischen Feinheiten der Energieübertragung über das Schienensystem: Wir waren beeindruckt, wie viel Know-how und Präzision hinter jedem Modell steckt.
Auch der Landschaftsbau, kreative Tricks für Schattenbahnhöfe und Tipps, um Modelle so realistisch wie möglich zu gestalten kamen nicht zu kurz. Schattenbahnhöfe sind im Modellbau Bahnhöfe, bei denen die Anlage für die Betrachter:innen unsichtbar bleibt. Dort im Verborgenen können dann Züge zum Beispiel beladen, abgestellt oder ausgewechselt werden, sodass die Illusion eines dynamischen Zugbetriebs entsteht.
Zum Abschluss tauschten wir uns in einer kleinen Brainstormingrunde über unser eigenes Projekt aus. Dabei konnten wir wertvolle Ideen sammeln, wie wir den Einstieg gestalten und den Projektumfang sinnvoll eingrenzen können. Besonders hilfreich war die mitgebrachte Vorlage des Gleissystems am Mindener Bahnhof, die uns als Inspiration für unsere weitere Planung dient.
Ein herzliches Dankeschön an die Eisenbahnfreunde Lippe e.V. für den herzlichen Empfang, die spannenden Einblicke und den offenen Austausch! Wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt.
30.10.25, geschrieben von Lara Sophie Krafft





