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Bericht Exkursion IFAT 2022

Nach langem Warten war es endlich wieder so weit: Mit einer abflauenden Pandemie fand die IFAT München das erste Mal seit vier Jahren wieder statt. Diese Chance nutzten 17 Studierende und zwei Lehrende der TH OWL um sich das Neueste auf dem Gebiet der Umwelttechnologien anzuschauen. Ferner wurden auch die Abwasserreinigungsanlage (ARA) Windisch, die Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) Muttenz und ein Renaturierungsprojekt an der Wutach besucht.

Los ging es am Montagmorgen mit drei Bullies vom Standort Höxter aus Richtung Süden. Trotz guter Verkehrslage wurde das Ziel, das A&O Hostel in München, wo die ersten zwei Nächte verbracht wurden, erst gegen Abend erreicht. Daher ging es erst am nächsten Tag zur Messe.

Am Dienstag ging es früh los um den einzigen vollen Messetag auch in Gänze nutzen zu können. Hier wurde sich in kleineren Gruppen über das riesige ehemalige Flughafengelände bewegt. In 18 Hallen und drei Außenbereichen präsentierten fast 3000 Aussteller alles von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik über den Anlagenbau zur Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung bis hin zu Abfallbehandlung, Recycling und der Energiegewinnung aus Sekundärrohstoffen. Vormittags wurde gesammelt der Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung besucht, wo viele interessante Projekte vorgestellt wurden. Im Nachmittagsbereich ging es dann zur Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA). Hier lud die Junge DWA, eine Verbindung aus jungen Umweltingenieuren aus ganz Deutschland, ein. Voller neuer Eindrücke und sicherlich auch leicht von der Informationsvielfalt überwältigt ging es dann Abends zurück ins Hostel.

Der Mittwoch war ein halbierter Tag. In der ersten Hälfte wurde abermals die IFAT besucht. Da das erste Zurechtfinden am Tag vorher stattfand, konnte dieser Vormittag nun effektiver genutzt werden und es wurde deutlich häufiger das Gespräch mit den Ausstellern gesucht. Mittags ging es dann weiter Richtung Schweiz. Am Abend erreichte die Gruppe die nächste Herberge: Den idyllischen Erlebnisbahnhof Hasel. Hier klang der Tag beim gemeinsamen Kochen und anschließenden Kartenspiel entspannt aus.

Als nächstes ging es am Donnerstag über die Grenze. Im schweizerischen Windisch wurde eine ARA mit innovativem Design gezeigt: Statt platz-intensiven Belebungsbecken wird hier mit platzsparender, aber verhältnismäßig energiehungriger Biofiltration gearbeitet. Ein paar Kilometer hinter der Grenze findet sich außerdem die TWA Muttenz. In dem technisch wie auch ästhetisch interessanten Gebäude wird unter anderem mit Aktivkohle gearbeitet um eine einwandfreie Trinkwasserqualität zu garantieren. Selbstverständlich wurde diese Chance auch genutzt um einige örtliche Spezialitäten mitzubringen. Abends fand dann das Abschlussessen dieser spannenden Fahrt in gemütlicher Runde in einem nahe gelegenen Restaurant statt.

Freitag wurde sich dann vor der Heimfahrt bei bilderbuchhaftem Wetter ein deutsch-schweizerisches Gemeinschaftsprojekt an der Wutach angeschaut. Auf 1.5 Kilometern wurde diese in ein Paradies für sowohl die Tier- und Pflanzenwelt als auch für Radfahrer und Wanderer verwandelt.

Insgesamt war die Fahrt ein wundervolles Erlebnis voller neuer und spannender Eindrücke an das sich alle Teilnehmenden noch lange gerne erinnern werden.

Die Teilnehmer bedanken sich für die finanzielle Unterstützung durch die Absolventenvereinigung AFV und durch Qualitätsverbesserungsmittel.