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Das Dorf - ein unterschätzter Wirtschaftsstandort?

Das Zukunftszentrum Holzminden-Höxter veröffentlicht in seiner Podcastreihe Land.Schafft.Wissen eine Folge zum Forschungsprojekt „Perspektiven für den Wirtschaftsstandort Dorf“

Viele Jahrhunderte haben die Menschen in den Dörfern gewohnt und gearbeitet. Das Dorf war immer ein Wirtschaftsstandort mit Land- und Forstwirtschaft sowie mit dorftypischem Handwerk und Dienstleistungsbereich. Spätestens seit Mitte des 20. Jahrhunderts haben dann viele Dörfer ihre Funktion als Wirtschaftsstandort zunehmend verloren. Im Zuge des wirtschaftsstrukturellen Wandels sind aus ehemals lebendigen ländlichen Gemeinden oft sogenannte „Schlafdörfer“ geworden. Viele Menschen verlassen am frühen Morgen das Dorf und pendeln zur Arbeit in die nächste Stadt und kommen erst am Abend zurück ins Dorf. Aber muss das so sein oder gibt es nicht auch heute noch viel mehr unternehmerische Aktivitäten in den Dörfern als man auf den ersten Blick sieht? Kann vielleicht die Digitalisierung eine neue Chance für den Wirtschaftsstandort Dorf im 21. Jahrhundert darstellen und wie bewerten Unternehmerinnen und Unternehmer selbst den Wirtschaftsstandort Dorf? Diesen Fragen ist ein Wissenschaftler*innenteam der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) im Forschungsvorhaben „Perspektiven für den Wirtschaftsstandort Dorf“ nachgegangen. Das Forschungsvorhaben wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Mitteln des Landes Niedersachsen über drei Jahre gefördert.

In der dritten Folge der Podcastreihe Land.Schafft.Wissen. des Zukunftszentrums Holzminden-Höxter (ZZHH) mit dem Titel „Das Dorf - ein unterschätzter Wirtschaftsstandort?“ stellen die am Forschungsvorhaben beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Gespräch mit der Moderatorin Katrin Degenhardt ausgewählte Ergebnisse vor. Prof. Dr. Ulrich Harteisen, Leiter des Forschungsvorhabens, beschreibt zu Beginn, wie die Forschungsidee entstanden ist und stellt die zentrale Forschungsfrage vor. Im Anschluss präsentieren Dr. Tobias Behnen, Sandra Lindemann und Marcus Cordier ausgewählte Ergebnisse des Forschungsvorhabens. Dabei gehen sie unter anderem auf die Bedeutung und Bewertung von Standortfaktoren ein, erläutern beispielsweise förderliche Vernetzungsstrukturen und geben Einblick in die Besonderheiten der Schwerpunktbranchen Land- und Forstwirtschaft. Im folgendem stellt Prof. Dr. Jörg Lahner die Bedeutung eines angepassten Standortmarketings heraus und erläutert weitere aus der Forschung abgeleitete Handlungsempfehlungen für die Praxis. Zum Abschluss zieht Prof. Dr. Ulrich Harteisen ein Fazit und gibt einen Ausbilck auf einen florierenden Wirtschaftsstandort Dorf.

Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen sowie auf der Internetseite des Zukunftszentrums Holzminden-Höxter, www.das-zukunftszentrum.de, zu hören. Dort finden interessierte Hörerinnen und Hörer auch Begleitmaterial, wie den ZZHH-Bericht zur Studie „Perspektiven für den Wirtschaftsstandort Dorf“, und weiterführende Informationen zu den einzelnen Folgen. Da das ZZHH von der Idee getragen wird, dass Zukunft nur gemeinsam gestaltet werden kann, freut sich das Redaktionsteam auf Rückmeldungen, Ideen und Anregungen.