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Die 15. Alumni-Konferenz in Höxter – ein Tag mit vielen Ehemaligen

Die Alumni-Konferenz am Standort Höxter, deren Durchführung von der Höxteraner Absolventen- und Förderervereinigung AFV maßgeblich unterstützt wird, führte am 1. Oktober rund 70  Ehemalige an ihren alten Studienort. Sie war gleichzeitig die Abschiedsveranstaltung der beiden Professoren Joachim Fettig und Klaus Maßmeyer, die im Fachbereich Umweltingenieurwesen und Angewandte Informatik in den vergangenen drei Jahrzehnten zusammen 112 Semester gelehrt haben, und stand unter dem Motto „Umweltingenieurwesen – Erfahrungen und Perspektiven“.

Zu Beginn wurden die Gäste aus den Kreisen der Ehemaligen, der Studierenden und der Dozentenschaft vom Vorsitzenden der AFV, Sven Splitthoff, und dem Standortsprecher, Prof. Stefan Wolf, herzlich begrüßt. Danach erfolgte schon zum 9. Mal die Vergabe des von der AFV ausgelobten Carl-Möllinger-Preises für herausragende Abschlussarbeiten am Hochschulstandort Höxter. Mit dem ersten Preis in Höhe von 900 Euro wurde die Bachelorarbeit von Silvana Heere aus dem Studiengang Umweltingenieurwesen ausgezeichnet. Der zweite, mit 600 Euro dotierte Preis wurde der Bachelorarbeit von Christian Kemmerling aus dem Studiengang Angewandte Informatik zuerkannt.Die Beiträge der Alumni waren von den zu verabschiedenden Professoren zusammengestellt worden und bezogen sich zum einen auf die Trinkwasserversorgung, zum anderen auf das Thema Klima und erneuerbare Energien und stellten somit einen Bezug zu den jeweiligen Fachgebieten her.

Zunächst berichtete Oliver Dördelmann unter dem Titel „Trinkwasseraufbereitung in Forschung und Praxis“ aus seinem inzwischen 24jährigen Berufsleben. Er ist beim Rheinisch-Westfälischen Institut für Wasserforschung (IWW) in Mülheim beschäftigt und verstand es, dem Auditorium verschiedene Aspekte des Themas Trinkwasser anschaulich nahe zu bringen. Es schloss sich ein Vortrag von Steffi Becker Kiedaisch mit dem Thema „Erfahrungen als Ingenieurin des Technischen Umweltschutzes im Bereich Wasserversorgung in Norwegen“ an. Frau Kiedaisch hat bereits während ihres Studiums in Höxter ein Jahr als Austauschstudentin in Norwegen verbracht. Nach 10 Berufsjahren in Deutschland ist sie im Jahr 2010 nach Lillesand in Südnorwegen gezogen und seither dort beruflich aktiv. Sie stellte unter anderem die Unterschiede zwischen den Wasserversorgungen in beiden Ländern heraus.

Danach war ein Vortrag von Dr. Ralf Biernatzki mit dem Titel „Kooperative Forschung von Wirtschaft und Hochschule“ vorgesehen, der Corona-bedingt leider ausfallen musste. Herr Dr. Biernatzki ist Geschäftsführer des Institutes für Green Technology & Ländliche Entwicklung an der FH Südwestfalen in Soest, das sich unter anderem intensiv mit dem Thema der erneuerbaren Energien befasst. Der letzte Fachvortrag wurde von Katharina Koßmann zum Thema „Kommunaler Klimaschutz in OWL & Referententätigkeit bei der Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf“ gehalten. Frau Koßmann hat ihr Studium 2015 mit dem Mastergrad abgeschlossen und berichtete von den verschiedenen Stationen ihrer beruflichen Tätigkeit. In den letzten Monaten war sie Klimaschutzmanagerin bei der Stadt Brakel und übernimmt ab Oktober das Amt der Beauftragten für Energie, Klima- und Umweltschutz bei der Stadt Höxter.

Alle Vorträge wurden lebhaft diskutiert und gaben den Studierenden Anregungen für die Planung ihres eigenen beruflichen Werdeganges. Abschließend blickten die zu verabschiedenden Professoren unter dem Motto „Ein kurzes Resümee aus 112 Semestern Lehre+“ auf ihre aktive Zeit von 1990 bzw. 1994 bis 2020 zurück. Dabei stand die Weiterentwicklung des Studienganges und der Lehrinhalte im Mittelpunkt. Sie schlossen mit einem Dank an alle, die sie in ihrer Lehrtätigkeit  unterstützt haben, und mit dem Appell an die Ehemaligen, für Höxter zu werben, damit wie zu Zeiten der alten Bauschule irgendwann einmal die 2. oder sogar 3. Generation am gleichen Studienort wie die Eltern zu Umweltingenieurinnen und -ingenieuren ausgebildet werden. Nach der Veranstaltung gab es Gelegenheit zu einem geselligen Austausch, der von allen Teilnehmern intensiv genutzt wurde und sich bis in die Abendstunden hinzog. Dabei wurde deutlich, dass es bei den Ehemaligen viele positive Erinnerungen an ihre Zeit in Höxter gibt.