Zum Inhalt springen

Masterplan zur nachhaltigen und übertragbaren kommunalen Sturzflutvorsorge als transdisziplinärer Prozess (MaPro)

Unser Netzwerk

Newsletter

Werden Sie Teil unseres Netzwerks und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mit dem MaPro Newsletter informieren wir Sie über aktuelle Themen, Projekte und Veranstaltungen, sowie über Aktuelles zu unseren Publikationen.

Hier anmelden!

Projektinformationen

Hintergrund

Einhergehend mit dem Klimawandel und der dadurch bedingten Erderwärmung lässt sich eine Zunahme von Extremwetterereignissen feststellen. Im Kreis Höxter waren 2017, 2018 und 2019 mehrere Ortschaften von Schlammlawinen, ausgelöst durch Starkregen, betroffen. Folgen sind u.a. versperrte Straßen, Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen, Ackerflächen, die auf Jahre geschädigt sind sowie Fließgewässer, deren Kiesbänke durch eingetragenes Feinsediment kolmatiert sind.

Zielsetzung

Das vorliegende Projekt verfolgt das Ziel einen Masterplan zu entwickeln, mit dem Kommunen befähigt werden, eine standortgerechte sowie ökologisch nachhaltige Sturzflutvorsorge umzusetzen und geeignete Settings für eine aktivierende und konfliktfreie Einbindung klimasensibler Akteure aufzuzeigen. 

Vorgehen

Dazu wird in enger Zusammenarbeit mit den Kreisen Höxter, Lippe und Holzminden (1) ein Handbuch sowie weiteres Schulungsmaterial konzipiert, mit deren Hilfe Mitarbeitende der Abteilungen für Geoinformation der Kreisverwaltungen Deutschlands in der Lage sind, Gerinnelinien auf Grundlage frei verfügbarer Geodaten zu modellieren und Auskunft über potentiell gefährdete Flächen sowie präzise Positionen für effektive Schutzmaßnahmen zu erhalten und zu geben. In interdisziplinären Teams aus Wissenschaft, kommunaler Verwaltung, Naturschutz, sowie Land- und Forstwirtschaft werden (2) verschiedene Arten von Schutzmaßnahmen konzipiert und hinsichtlich rechtlicher, ökonomischer sowie ökologischer Aspekte bewertet, um daraus ein Maßnahmenhandbuch mit einem Kriterienkatalog, der zur standortpassenden Auswahl einer Maßnahme befähigt, zu entwickeln. Ergänzend wird ein an regionalen Besonderheiten angepasstes Aufklärungskonzept zu bodenhaltenden sowie bodenaufbauenden Bewirtschaftungsweisen erarbeitet. Der gesamte Prozess erfolgt partizipativ unter Einbeziehung der relevanten Akteure und wird professionell moderiert und evaluiert, mit dem Ziel (3), ergänzend eine Moderationsempfehlung für Gestaltungsprozesse regionaler klimasensibler Handlungsfelder in kritischer kommunaler Akteurskonstellation auszugeben. Die Synthese erfolgt im Masterplan mit dem Anspruch, Kreisverwaltungen in ganz Deutschland entsprechend ihrer spezifischen Anforderungen bei der kommunalen Sturzflutvorsorge zu unterstützen. Der Masterplan wird mit den zuvor genannten Akteursgruppen gemeinsam entwickelt, erarbeitet und erprobt, mit dem Ziel (4), ein regionales kommunen- und länderübergreifendes Netzwerk der Klimawandelanpassung zu etablieren.

Veröffentlichungen

Zum jetzigen Zeitpunkt wurde noch nichts veröffentlicht.

Kontakt

Projektleitung:Prof. Dr. Klaus Maas
Projektbearbeitung:

Verena Weber (Prozessevaluation)

Katharina Pilar von Pilchau (Modellierung)